Ernährungshinweise - Ernährung und ErkrankungenUniversität Hohenheim
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Zahnkaries

Die Zahnkaries ist die am weitesten verbreitete ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit. Man sieht dies daran, dass Kinder, die keinen Rohr- bzw. Rübenzucker vertragen, kaum Karies haben. Das gleiche findet man auch bei Eskimos oder Massais, die sich noch traditionell ernähren.

Die Karies beginnt mit einer Entmineralisierung des Zahnes, die zu Löchern führt, die nicht mehr geschlossen werden können. Verursacht wird dies durch die bakterielle Bildung von Milchsäure aus Zuckern. Manche Bakterienstämme können aus Zucker außerdem Beläge bilden, welche die Säureeinwirkung verstärken, eine Reinigung erschweren und die Bakterienvermehrung begünstigen. Für die Kariesentstehung ist deshalb die Zahnhygiene (Beseitigung von Nahrungsresten und der Beläge) und die Art der Ernährung von kritischer Bedeutung. Im Prinzip ist jede Nahrung, die Kohlenhydrate enthält kariogen, da aus ihnen Zucker gebildet werden können. Allerdings ist der Haushaltszucker eine besonders gute Nahrungsquelle für die Bakterien und damit klebrige Süßigkeiten die am stärksten kariogenen Lebensmittel. Honig wirkt im Prinzip genauso kariogen wie der normale Haushaltszucker, und saure Speisen und Getränke können ebenfalls Zahnschäden verursachen. Dagegen können ballaststoffreiche Lebensmittel über ein verstärktes Kauen zu einer besseren Reinigungswirkung und Speichelbildung führen. Für die Kariesprophylaxe ist außerdem von Bedeutung, dass die notwendigen Nährstoffe für die Zahnbildung, insbesondere Calcium, in optimaler Menge zur Verfügung stehen. Eine Fluorgabe kann über eine Festigung des Apatits und Hemmung der Säurebildung ebenfalls positiv wirken. Allerdings ist dies bei einer guten Zahnhygiene und Ernährung nicht nötig. Wenn eine Fluorprophylaxe durchgeführt wird, sind Fluortabletten, Anwendung lokal wirksamer Fluorpräparate, sowie fluorhaltige Zahnpasta sicher besser als eine ungezielte Trinkwasserfluoridierung.

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